Rückhaltemaßnahme „Dörmsenweg“ - „Waterfohr“, Lemgo

Allgemein

Bei größeren Regenwasserabflüssen, wie z.B. im Frühsommer 2001, kommt es am „Dörmsenweg“ und der „Waterfohr“ zu Hochwasserschäden in Gebäuden. Zur Klärung und Erläuterung verschiedener Lösungsmöglichkeiten zur Regelung der Vorflut und zur Minderung der Schäden wurde im Frühsommer 2002 eine Untersuchung dazu durchgeführt. Als Ergebnis ist festgestellt worden, daß für eine optimale Lösung zwei Rückhaltebecken (RHB) zu errichten sind; ein Rückhaltebecken (RHB) für den Abfluß von den Flächen östlich der „Waterfohr“, und ein RHB für die Flächen westlich der „Waterfohr“ nördlich des „Dörmsenweges“. Das Rückhaltebecken zum Schutz der Bebauung am „Dörmsenweg“ ist als dringendste Anlage eingestuft worden, da mit dieser Anlage die größte Schutzwirkung für die Bebauung zu erzielen ist.

Das Einzugsgebiet des RHBs erstreckt sich vom Westhang des Spiegelberges (Schöne Aussicht) nördlich der Siedlung am "Dörmsenweg" bis zum "Langenfelder Weg" und beträgt etwa 8,5 ha. Das Gebiet wird z.Zt. überwiegend noch als Acker genutzt.

Die vorherrschenden Böden im Gebiet werden als fruchtbare Lehmböden angesehen, die jedoch durch ihre Hanglage (10-15% Neigung) für die Ackernutzung nicht ideal sind. Aus dem Bodengutachten des IB Schemm ergibt sich, dass eine wirksame Versickerung von Oberflächenwasser nicht möglich ist.

Maßnahmenträger:       Alte Hansestadt Lemgo

 

Kennzahlen:

  •   Einzugsgebiet             =  8,5 ha
  •   Versiegelungsgrad       =  6,7 %
  •   Zulaufmenge HQ(100)  =  63 l/s
  •   Drosselabfluß             =  20 l/s
  •   Rückhaltevolumen       =  655 m³

Unser Büro führte folgende Leistungen aus:

  •   Machbarkeitstudie zur Regelung der Vorflut
    „Waterfohr-Dörmsenweg“
    mit Bodenuntersuchungen
    (IB Schemm, Borgholzhausen)
  •   Entwurfs- und Genehmigungsplanung zum
    RHB „Dörmsenweg“
  •   Ergänzung zur Machbarkeitsstudie
    mit Langzeitsimulation (IB ithw, Hannover)
  • August 2002



  • August 2002



  • Dezember 2003
 

In der Bauleitplanung der Stadt Lemgo ist vorgesehen die Nutzung im Einzugsgebniet in eine Parklandschaft (Staff-Stiftung) umzuwandeln und das Rückhaltebecken in 2005 zu realisieren.

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