Die Bezeichnung „Sachverständiger” allein bietet keine Gewähr für Qualität, denn sie ist gesetzlich nicht geschützt.

Deshalb werden Qualifikation und persönliche Integrität gesondert gepüft.
Auch die Anerkennung durch private Sachverständigenvereinigungen kann die öffentliche Bestellung nicht ersetzen. Nur die öffentliche Bestellung ist die vom Gesetzgeber vorgesehene Auszeichnung besonders qualifizierter Sachverständiger.

Wer ist „öffentlich bestellter” Sachverständiger?

Nur wer durch eine öffentlich-rechtliche Institution auf gesetzlicher Grundlage bestellt und vereidigt wurde. Das bedeutet, dass er besondere Sachkunde, Unabhängigkeit, Objektivität und Vertrauenswürdigkeit nachgewiesen hat.

Wie erkennt man einen „öffentlich bestellten” Sachvertändigen?

  • an der Bezeichnung ( öffentlich bestellter und vereidigter Sachverständiger)
  • am Stempel ( nur er darf einen Kammer-Rundstempel führen )
  • am Ausweis ( er hat einen offiziellen Ausweis, in dem Personalien, Bestellungsbehörde und Sachgebiet angegeben sind.)

Wer ist „beliehener” Sachverständiger?

Nur wer durch eine staatliche Institution auf gesetzlicher Grundlage beliehen und verpflichtet wurde.
Das bedeutet, dass er besondere Fachkunde, Unabhängigkeit und Zuverlässigkeit besitzt.

Wie erkennt man einen „beliehenen” Sachverständigen?

  • an dem Bescheid der staatliche Institution über die Beleihung
  • an der Urkunde über die förmliche Verpflichtung nicht beamteter Personen (BGBl II. S. 5478, 2.3.1974).